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  • Niklas Römer - RPC

11 Dinge an denen du einen SCHLECHTEN PERSONAL TRAINER erkennst

Die Legende besagt: Alle Personal Trainer wissen was sie tun. Sie haben studiert, mehrere Trainerlizenzen bestanden und haben genügend anatomisches Wissen, um sich auf sämtliche Krankheiten und Beschwerden einzustellen. Die Wahrheit mag schmerzlich sein, aber die Auswahl an guten Personal Trainern ist eher schlecht als recht. Woran du einen schlechten Personal Trainer erkennst und wann du besser die Flucht ergreifen solltest, erfährst du hier.


Hier findest du eine kurze Übersicht der 11 Punkte.

  1. Die Minimalanforderung

  2. Gesundheitsfragebogen

  3. Stell dich nicht so an

  4. Der härteste Trainer der Stadt

  5. My goals are your goals

  6. "Wie geht's dir? Ich habe heute schon 3 neue PR's aufgestellt"

  7. Ich bin so kaputt

  8. Das merke ich mir

  9. Abstufungen?

  10. The Count

  11. Der Telefonmann


Solltest du den Artikel selbst als Personal Trainer lesen und dich in einigen der Punkte wiedererkennen, dann wirst du wohl nicht drum herum kommen, selbstkritisch mit der Sache umzugehen. Es reicht, meiner Ansicht nach, nicht aus, wenn "nur einer der Punkte auf mich zutrifft, die anderen mache ich alle richtig". Das ist immer noch ein Punkt, der unprofessionell ist.


Wenn dir dein Pilot auf der Reise erzählt "ich bin ein super Pilot. Ich mache fast alles richtig. Nur beim landen habe ich Schwierigkeiten, sonst ist aber alles top", wärst du auch nicht mit einverstanden, oder?

Selbstreflektion und der Wille zur eigenen Verbesserung wird dazu führen, dass deine eigene Qualität steigt. Wenn das jeder Personal Trainer machen würde, dann hätten wir auch bald nicht mehr so einen schlechten Ruf!


Die Trainerqualität ist ein Thema, welches mich persönlich schon lange beschäftigt. Da ich selbst Personal Trainer bin versuche ich natürlich immer das Beste aus mir herauszuholen.


Während meiner Zeit in kommerziellen Fitnessstudios sowohl als Student, als Trainer, als Studioleiter oder auch selbst einfach als Kunde bekommt man dieses Thema und gerade auch Negativbeispiele unweigerlich immer wieder vor Augen geführt.


Der Beruf des Personal Trainers ist eine Tätigkeit, die sich kompromisslos mit der Gesundheit dritter Personen beschäftigt und diese langfristig sichern und verbessern soll.

Daher sollte vorausgesetzt sein, dass sich Personal Trainer auch Schulungen und Weiterbildungen im Bereich der medizinischen Grundlagen sowie verschiedener Trainingsgrundlagen unterziehen mussten, um die Anatomie und Krankheitsbilder des Kunden inklusive deren Definitionen, Ursachen, Symptomen, rehabilitativen Maßnahmen und Kontraindikationen (also Dingen, die man mit dieser Krankheit überhaupt nicht machen sollte) nicht nur verstehen, sondern effektiv behandeln zu können.


Leider sieht die Sachlage in Deutschland dazu anders aus.




Um sich die Bezeichnung "Personal Trainer" anzueignen, braucht es nichts weiter, als eine Fitnesstrainer B-Lizenz.



Wie sehen die Inhalte der B-Lizenz aus?


Im Grunde werden anatomische Grundlagen vermittelt, damit die zukünftigen Trainer wissen welcher Muskel wo sitzt und welche Funktion er hat. Dazu werden mit Modulen wie "Trainingssteuerung" die Grundlagen gelegt, um Basic-Trainingspläne erstellen zu können.


Das ist mit einer bestandenen B-Lizenz auch schon genug, um sich in Deutschland als "Personal Trainer" zu bezeichnen und damit auf Kundenjagd zu gehen.


Warum ist das so?


Der Begriff "Personal Trainer" ist in Deutschland nicht geschützt und unterliegt daher keinen großen Auflagen. Eine Fitnesstrainer B-Lizenz reicht hier daher schon aus, um sich dafür zu qualifizieren.


Daher beginnen wir auch direkt die Liste



#1 Die Minimalanforderung


Dein Trainer hat nichts weiter, als die Minimalanforderung, um dich trainieren zu können. Das macht ihn nicht grundsätzlich zu einem schlechten Trainer, aber fehlende Zusatzqualifikationen werfen einige Fragen auf und sollten bei dir die Alarmglocken läuten lassen. Weiß dein Trainer trotz fehlender Weiterbildung, welche Cardiogeräte für deine Knie-OP geeignet oder welche Übungen für deinen Blutdruck tabu sind?

Du kommst gerade frisch aus der Bandscheiben-Reha, machen da Kniebeugen wirklich Sinn?


Vielleicht weiß dein Trainer das, vielleicht aber auch nicht. Willst du es riskieren? Möchtest du für eine 50/50 Chance, dass deine Gesundheit in guten Händen ist, 60 € aufwärts pro Stunde bezahlen?



Wenn ein Trainer keine weiteren Qualifikationen nachweisen kann oder sich weigert, dir diese Nachweise zu erbringen, dann mach dich lieber sofort auf die Suche nach einem anderen Trainer.


Beim Thema "Gesundheit" solltest du keinen Spaß verstehen. Das bringt mich direkt zum nächsten Punkt.



#2 Gesundheitsfragebogen


Es ist klar, dass das Hauptklientel für Personal Trainer keine Spitzensportler sind, die alle eine solide Grundfitness haben und athletisch hervorragend aufgestellt sind, sondern hauptsächlich Personen sind, die sich der Wichtigkeit ihrer Gesundheit bewusst (geworden) sind und sich nun professionellen Rat holen, um diese zu verbessern. In 98% der Fälle haben Personal Training Kunden eine oder mehrere Beschwerden, die von einfachen Verspannungen über Rückenschmerzen bis hin zu Bandscheibenvorfällen, Kreuzbandrissen oder Bluthochdruck rangieren.

Wenn du also zu einem Trainer im Fitnessstudio marschierst oder dich mit einem möglichen Personal Trainer triffst und er gleich mit dir ins Training startet, ohne einen Anamnesebogen ausgefüllt oder irgendwelche Gesundheitsfragen gestellt zu haben, dann lauf!



Wie will sich jemand auf deinen Leistungsstand, dein Gesundheitslevel und deine Ziele einstellen, wenn er nicht weiß, wie diese aussehen?


Das ist eine grob fahrlässige Handlung und dir sollte bewusst sein, dass hier gerade russisches Roulette mit deiner Gesundheit gespielt wird.

Anatomisch, mechanische Beschwerden sind dabei meines Erachtens das mildere Übel. Wenn er dich mit einer frisch operierten Achillessehne zum Wadenheben schickt wird dir dein Körper ganz ganz schnell signalisieren, dass die Übung nicht die Richtige ist.


Wenn du aber mit Bluthochdruck zum Training erscheinst, dein Trainer dich daraufhin wie jeden anderen auf die Beinpresse schickt, dich bis zur muskulären Erschöpfung trainieren lässt, dich danach zum Rückenstrecker schickt, bei dem du über die volle Bewegungsreichweite deiner Wirbelsäule trainieren sollst (wie es grundsätzlich bei gesunden Menschen gelehrt wird) wird sich dein Körper unter anderem "nur" durch einen hochroten Kopf äußern. Ein roter Kopf in Verbindung mit Sport ist grundsätzlich kein konkretes Indiz für etwas Gefährliches.

Doch genau das kann in Kombination mit Bluthochdruck extrem gefährlich werden und geplatzte Gefäße zur Folge ziehen, was tatsächlich bis zum Herzinfarkt gehen kann.


Ein Anamnesebogen oder zumindest Gesundheitsfragen sind ein MUSS. Macht dein Trainer das nicht, such' dir einen Neuen! Jetzt.



#3 Stell dich nicht so an


Ja klar, ein Personal Trainer soll dich motivieren. Das ist einer der Gründe, warum du dir einen gesucht hast. Er soll dir in anstrengenden Situationen die Motivation geben durchzuhalten. Und ganz ehrlich, du wirst dich wundern, zu was du alles fähig bist, wenn du die kleine Stimme in deinem Kopf ausblenden kannst, die dich zum Aufhören animieren will.



Es ist für einen Trainer immer ein schmaler Grat zu erkennen, ob sich jemand um die letzten Wiederholungen drücken möchte oder ob wirklich etwas nicht passt.


Dabei ist aber grundlegend wichtig, ein bisschen "Common Sense" walten zu lassen und Situationen realistisch einordnen zu können.

Ich war vor einigen Jahren mal in einem Fitnessstudio trainieren, indem ich selber nur Kunde war. Während ich trainiert habe, fand nebenan auf der Functional-Trainingsfläche ein Kurs statt. Der Trainer hat die Teilnehmer von vorne bis hinten gedrillt. An sich nicht weiter schlimm.

Eine Dame hat aber irgendwann das Handtuch schmeißen wollen, ihr sei etwas schwindelig und es sei aktuell alles noch eine Nummer zu viel für sie. Der Trainer ließ sich davon wenig bis gar nicht beeindrucken und stieß nur ein "Stell dich nicht so an" aus, so würde sie ja schließlich "die letzten Pfunde für den Sommerurlaub verlieren, der ihr so wichtig war". Immerhin kannte er ihre Ziele. Sie hat daraufhin weitergemacht und 2 Minuten später einen kompletten Kreislaufzusammenbruch erlitten.


Motivation ist ja schön und gut, wenn dein Trainer aber deine offensichtlichen körperlichen Beschwerden, die sich auch erst während des Trainings entwickeln können, ignoriert und damit deine Gesundheit aufs Spiel setzt, dann wird es Zeit für einen Wechsel.



#4 Der härteste Trainer der Stadt


Selbst erlebt und für schlecht empfunden. "Gestern habe ich wieder 4 Trainings gehabt, davon hat nur einer durchgehalten, die anderen drei mussten alle kotzen gehen." Damit hat sich mal ein Trainer vor mir gebrüstet.


Coole Geschichte, und wie viele von deinen 4 Kunden hatten als Trainingsziel "kotzen" angegeben?


Manche Trainer planen ihre Trainings mit dem Ziel, den Kunden schlichtweg müde zu machen und ihn auszupowern. Komme es was wolle.


Denk aber bitte immer daran: JEDER kann dich müde machen. JEDER!


Das ist keine Kunst. Ein 5-jähriges Kind kann dich 60 Minuten lang Hampelmänner machen lassen, nur, weil es die Übung mal gesehen hat und den Namen kennt. Nach 60 Minuten ist da auch Rich Froning müde (Der "fitteste Mann der Welt").




Aber ist das etwas, dass dich deinen Zielen näherbringt? Willst du dich nach einem Workout für 14 Tage nicht bewegen können, weil dir alles weh tut?

Das wirklich schwierige an der Trainingsplanung ist es, sie so auf dich individuell anzupassen, dass du auf lange Sicht Fortschritte erzielst, diese Fortschritte etablierst, neue Ziele setzt und dabei stets die Gesundheit im Vordergrund zu lassen. Und zur langfristigen Gesundheit zählt nun mal auch ein gesundes Verhältnis zu Bewegung und Sport.


Stell dir mal folgendes vor: Du bist jemand, der sein Leben lang keinen Sport gemacht hat. Du weißt nicht, wie sich das anfühlt. Du hast 30kg Übergewicht und bist mit Diabetes Typ II erkrankt. Weil du weißt, dass du was tun musst nimmst du dir einen Personal Trainer oder hast dich im Fitnessstudio angemeldet. Und jetzt nimmt dich dein Trainer in deiner allerersten Trainingseinheit so hart ran, dass dir während des Trainings drei Mal das Mittagessen hochkommt und du dich im Anschluss für solide 7 Tage nicht im Bett umdrehen kannst.

Alles, was dir jetzt durch den Kopf geht, ist: "Das soll ich ab jetzt für den Rest meines Lebens machen? 3x die Woche?? Auf keinen Fall!"


Du wirst ab sofort jedes Fitnessstudio, jeden Personal Trainer mit 7 Tage langen Schmerzen und drei Kotzeinlagen pro Training verbinden.


Solche Methoden fördern in keinster Weise eine positive Verbindung zu einer sportlichen, gesunden Lebensweise und sie werden zu 99% dazu führen, dass du nie wieder einen Fuß in das Fitnessstudio stellst oder je wieder Sport machst.


Willst du einfach ausgepowert und müde sein, ok. Jedem das Seine!


Willst du besser werden, Beschwerden lindern und eine gesunde Verbindung zum Sport aufbauen, dann solltest du einem Trainer, der dich einfach nur triezt den Rücken kehren.



#5 My goals are your goals


Jeder Mensch, der Fitnesssport betreibt hat seine eigenen Ziele und sportlichen Vorlieben.


Es gibt Powerlifter, die super gerne super viel Gewicht heben (#mehrismore).

Es gibt Bodybuilder, die zwar keinen Wert auf viel Gewicht, aber dafür mehr auf dicke Muskeln legen.

Es gibt Cardiosüchtige, die jeden Tag mindestens einen Marathon laufen wollen.

Es gibt die Bodyweight-Verfechter, die ohne Zusatz von Equipment und Gewichten trainieren.

Und es gibt noch viele weitere.


Genauso ist es auch bei jedem Trainer. Jeder Trainer hat seine eigenen Präferenzen im Training, der eine trainiert lieber mit TRX-Schlingentrainern, der andere macht Kraft-Dreikampf (Kniebeugen, Bankdrücken, Kreuzheben) und wieder ein anderer betreibt klassisches Krafttraining nur an Geräten.


Das ist alles völlig legitim und jeder soll das machen, was ihm am besten gefällt und was für ihn persönlich am besten ist.


Kritisch wird es nur, wenn dein Trainer versucht, seine Ziele und Methoden auf Biegen und Brechen auf dich zu übertragen.




Wenn dein Ziel ist, 10kg Körperfett zu verlieren und dein Trainer dich schweres Bankdrücken machen lässt, weil "mehr Kraft noch niemandem geschadet hat", dann macht die Zusammenarbeit keinen Sinn. Mehr Kraft hat natürlich noch niemandem geschadet, aber wir bewegen uns auf einem Weg, der nicht zu deinem Ziel führt, sondern zu meinem.


Ich habe selber auch schon öfter mitbekommen, wie Personal Trainer ihre Kunden 1:1 mit ihrem eigenen Trainingsplan trainieren. Mit 5 aufeinanderfolgenden Kunden.


Solange dein Wunsch nicht explizit lautet, das gleiche Training wie das des Trainers zu durchlaufen, ist das nicht der Sinn und Zweck des Personal Trainings.

Der Sinn und Zweck des Personal Trainings ist die Individualisierung der Einheit auf den einzelnen Kunden. Ein Training, das vom großen Zyklus bis zur einzelnen Wiederholung auf dich, deinen Leistungsstand und deine Ziele ausgerichtet ist.


Wenn in diesem Zusammenhang die Ziele des Trainers mit deinen übereinstimmen und du so trainieren möchtest wie er, kann man darüber sprechen.


Sollte das nicht der Fall sein, dann wird es auch hier Zeit für einen anderen Trainer.



#6 "Wie geht's dir? Ich habe heute schon 3 neue PR's aufgestellt"


Nummer 6, er ist selten, aber es gibt ihn doch öfter als du vielleicht denkst. Ein Trainer, der dir mehr über sein Workout und seinen Fortschritt erzählt, als sich um deins zu kümmern.


Klassiker in diesem Zusammenhang sind Sätze wie:


"Das Gewicht mit dem du trainierst ist super. Damit habe ich mich gestern aufgewärmt"


"Wie geht es dir heute? Ich habe schon 3 neue PR's (Personal Records) aufgestellt"


"Was wir machen, ist erst mal der Anfang. Irgendwann kommen wir dann auf so viel Gewicht, wie ich bewege. Übrigens, hier ist ein Video von mir wie ich heute morgen XY kg Kniebeugen gemacht habe"


Es ist in Ordnung, wenn dir dein Trainer auch von seinen Erfahrungen berichten kann, die in Zusammenhang mit deinem Training und den Übungen stehen. Aber bezahlst du jemandem 60 € oder mehr dafür, dir seine Fortschritte und Lebensgeschichten anzuhören oder eher für eine Stunde, die sich um DICH und DEIN Training dreht?




#7 "Ich bin so kaputt"


Ich mach es kurz.


Wenn dir dein Trainer - in deiner Personal Training Einheit - erzählt, wie müde und kaputt er schon ist nach seinem harten Arbeitstag, dann sollte er sich schleunigst einen neuen Beruf suchen und du dir einen neuen Trainer.


"Oah ich hatte schon 5 Trainings und nach unserem kann ich dann in den Feierabend, ich bin so kaputt"


Guess What?!


Selbst, wenn es seine 6. Trainerstunde am Tag ist, es ist deine Erste.


Für das Geld, das du auf den Tisch legst kannst du erwarten, dass die Energie des Trainers in der 6. Stunde die gleiche ist, wie bei seiner ersten.

Sonst kannst du ihm doch mal einen Rabatt vorschlagen, wenn er aufgrund seiner Stundenanzahl nicht mehr die volle Leistung bringen kann.



#8 Das merke ich mir


Immer dabei ist ein ausgedruckter Trainingsplan, ein Klemmbrett und Papier. Ich wäre nie in der Lage, mir von allen Kunden die Sätze, Wiederholungszahlen und Gewichte mit Pausenzeiten zu merken. Nicht mal für 5 Minuten. Bis zum nächsten Training in ein paar Tagen auf keinen Fall.


Wenn sich dein Trainer nichts während eures Trainings aufschreibt, dann ist das ein Zeichen für eine schlechte Trainingsplanung und schlichtweg Unprofessionalität. Es gibt so viele Dinge die während eines Trainings passieren, die während einer Übung, während einer Unterhaltung auftauchen, die sich auf die nächsten Einheiten auswirken. Die Trainingsperiodisierung hängt davon ab, mit welchen Übungen du mit wie viel Gewicht trainierst. Darauf basiert die nächste Einheit.


Wenn sich dein Trainer deine Basis nicht vermerkt, wie will er dich dann gezielt zu einem Ergebnis bringen?



#9 Abstufungen?


Auch hier versuche ich mich kurz zu halten.


Ist ein Trainer nicht in der Lage, eine bestimmte Übung in verschiedenen Schwierigkeitsstufen aufzubereiten, dann kannst du dein Geld und deine Zeit besser anderweitig investieren.


Es gibt immer Möglichkeiten, um eine gewisse Übung zu erleichtern. Im Zweifel gibt es gewisse Dinge, wie z.B. Bänder, die zum Basisequipment eines jeden Personal Trainers gehören sollten.


Du kannst keine Kniebeugen mit der Langhantel machen?

Kein Problem. Probier' es mit Kurzhantel Goblet-Squats. Wenn das nicht geht machen wir Body-Weight Kniebeugen. Wenn das nicht geht, nehmen wir den TRX Schlingentrainer, an dem du dich festhalten kannst und grenzen dazu die Beugebewegung mit einer Box ein.


Ein guter Trainer findet für jede Übung eine leichtere Alternative.


Kann deiner das nicht oder lässt aus Prinzip alle die gleichen Übungen machen, legst du dein Geld lieber woanders an.



#10 The Count


Trainer, die nur neben dir stehen und die Wiederholungen zählen, zeigen, dass sie in der Grundschule aufgepasst haben. Mehr nicht.

Du suchst dir einen Personal Trainer, weil dir die Trainer im Fitnessstudio nicht die gewünschte Aufmerksamkeit geben können, wie sie in einem 1:1 Training stattfindet. Das ist kein Vorwurf den Trainern im Fitnessstudio gegenüber, aber es ist nun mal nicht umsetzbar. Ein Fitnessstudio mit knapp 1000 Mitgliedern wird selten mehr als 5 Trainer haben. Lass es 10 Trainer sein (was niemals der Fall sein wird), dann kommen auf einen Trainer 100 Mitglieder. Wie soll dir ein Trainer dann in den 60 Minuten, die du unangekündigt trainierst die volle Aufmerksamkeit schenken?


Aber genau dafür gibt es ja Personal Trainer. Kostet zwar mehr, aber dafür gibt es uneingeschränkte Aufmerksamkeit und damit verbunden konstante Korrekturen der Ausführung.


Denkste!


Es kommt immer wieder vor, dass Trainer offensichtlich dafür bezahlt werden Übungen rauszusuchen und zu überprüfen, dass die vorher vereinbarte Wiederholungszahl eingehalten wird. Dafür ist es dann notwendig, dass der Trainer jede durchgeführte Wiederholung laut aufzählt. Nicht, dass am Ende mehr gemacht wird, als vereinbart. Das wäre Betrug.


Jetzt mal ehrlich:


Dein Personal Trainer wird nicht dafür bezahlt, um bis 10 zählen zu können.


Du solltest zumindest erwarten, dass er bis 20 zählen kann.


Nein, jetzt mal wirklich ehrlich: Dein Personal Trainer ist dafür da, jede Bewegung in jeder Wiederholung zu begutachten und - wenn nötig - angemessen zu korrigieren. Gerade bei Kraftübungen machen Gelenkwinkel, Bewegungsgeschwindigkeit, Standbreite, Atmung etc. einen enormen Unterschied und können zwischen adäquatem Muskelreiz in der Zielmuskulatur und keinem Trainingsreiz oder sogar Beschwerden entscheiden.


Zählen kannst du selber.

Dich selber korrigieren? Das wird schwierig.


Such dir einen Trainer, der dich angemessen korrigiert.



#11 Der Telefonmann


Heute leider nicht das Lied von Helge Schneider.


Kurz und knapp: Ist dein Trainer während eurer Einheit mehr am Handy, als aufmerksam bei dir und deinen Übungen, verabschiede dich.


Ausnahmen sind Stoppuhr- und Timer-Apps.


Andernfalls sind Handys ein absolutes No-Go.



Fazit

Nicht alle angesprochenen Punkte machen aus deinem Trainer gleich einen schlechten Trainer. Es sind jedoch definitiv Indizien für dich, an denen du einen guten von einem schlechten Trainer unterscheiden kannst. Gerade, wenn du auf der Suche nach deinem ersten Personal Trainer bist, wird dir das sicherlich bei der Auswahl helfen.

Die Qualität der Leistung sollte dem Preis entsprechen, den du zahlst. Und alles oberhalb der 60 € Grenze berechtigt dich dazu, die oben genannten Punkte in richtiger Ausführung von deinem Trainer erwarten zu können.




Ich hoffe, du fandest den Beitrag hilfreich.


Falls du in der 38er PLZ auf der Suche nach einem Personal Trainer bist, dann kontaktiere mich doch einfach mal per Mail (nr@rpc84.com) oder via Whatsapp (01575/6458875).


Alle sonstiges Informationen zu mir und meinen Trainingsprinzipien, wie auch meinen Leistungen findest du hier auf meiner Homepage (https://www.rpc84.com/)



Niklas Römer


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